Kastillianisch ist die offizielle Sprache in Spanien. In einigen Regionen und Bundesländern werden neben Kastillianisch auch andere Sprachen gesprochen. Dies ist der Fall im Baskenland wo zwei offizielle Sprachen existieren, Kastillianisch und Euskera (Baskisch). Obwohl die Anzahl der Zweisprachler weiterhin zunimmt wird Kastillianisch von praktisch allen Einwohnern Bilbaos gesprochen.
Es sollte herausgestellt sein das die spanische Sprache in Bilbao höchst korrekt ausgesprochen wird, mit der einzigen Ausnahme der Partizipen, der Endsilbe sich von "-ado" auf "–ao" reduziert, "comprao" anstatt von "comprado" (gekauft), "olvidao" anstatt von "olvidado" (vergessen).
Auf grammatikalischer Weise folgen die Basken den morpho-synthax Regeln und ist frei von “laismo” und “loismo” die so häufig in Kastillien benutzt werden, allerdings haben die Basken die Vorliebe Verben teilweise in der im Konditional auszudrücken anstatt vom korrekten Subjunktive.
- Si sabría la respuesta te lo diría (en vez de "Si supiera la respuesta...”)
- ( Wenn ich die Antwort hätte, würde ich es Dir sagen)
Dies gilt auch für das Perfekt:
- Si habría sabido la respuesta te lo habría dicho (en vez de 'Si Hubiera sabido...')
- ( Wenn ich die Antwort gehabt hätte, würde ich es Dir gesagt haben)
Das Besondere am Spanisch in Bilbao ist die Aussprache und der Rhythmus und die Sauberkeit der Diktion. Auf socio-linguistischer Ebene gibt es einigen Sonderheiten in Bilbao. Es fällt besonders auf das die formale Form Usted ( Sie) kaum ( mit der Ausnahme der Hotel und Gastwirtschaftsbranche) in Bilbao benutzt wird. Tu, (Du) wird überall benutzt und macht damit die Verständigung sehr viel leichter.
Im "Wörterbuch der Fragen und Schwierigkeiten der spanischen Sprache" von Manuel Seco finden wir die folgenden Erklärungen der beiden Verbformen.
Das einfache Präteritum perfekt, → (canté) < ich sang> ist eine Aktion die seit einiger Zeit in der Vergangenheit abgeschlossen wurde und das zusammengesetzte Präteritum (he cantado < ich habe gesungen> die eine Aktion beschreibt die auch auf den jetzigen Moment einen Einfluss haben kann.
1. Unterschied zwischen dem Präteritum perfekt und dem zusammengesetzte Präteritum
Wikipedia erklärt den Präteritum perfekt als eine in der Vergangenheit abgeschlossene Handlung. Es handelt sich hier um Handlungen die in der Vergangenheit liegen und nicht unbedingt einen Einfluss auf die Jetztzeit hat.
Einige Beispiele:
- Ayer comí manzanas - gestern ass ich Äpfel
- La guerra terminó hace tres meses - der Krieg endete vor 3 Monaten
- Los ladrones entraron en casa - die Diebe kamen ins Haus
- Tú estuviste en el cine - Du warst im Kino
Im Gegensatz hierzu hat das zusammengesetzte Präteritum immer eine Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Jetztzeit. Diese Verbform wird praktisch nur in Asturien, Leon und Galizien benutzt, während sie auf den Kanarischen Inseln nicht üblich ist.
Einige Beispiele:
- He comido manzanas - ich habe Äpfel gegessen
- La guerra ha terminado - der Krieg hat aufgehört
- Los ladrones han entrado en casa - die Diebe waren im Haus
- Tú has estado en el cine - Du warst im Kino
2. Die Konjugation des zusammengesetzte Präteritum
Diese Verbform konjugiert sich mit dem Hilfsverb `haben¨und dem Partizip des Verbes, z.B. :
- Yo he comido – ich habe gegessen
- Tú has venido – du bist gekommen
- Él/Ella ha estado aquí – Er/Sie ist hier gewesen
- Nosotros hemos ido al cine- Wir sind ins Kino gegangen
- Vosotros habéis visto la película – Ihr habt den Film gesehen
- Ellos/Ellas han escrito un cuento – Er/Sie hat eine Geschichte geschrieben
3. Vorzug des Präteritum perfekt oder des zusammengesetzte Präteritum
Um zu wissen welche der beiden Verbformen zu gebrauchen ist muss vom Sichtpunkt des Sprechenden ausgegangen werden, d.h de, zeitlichen Abstand der Handlung und der Jetztzeit und auch der Bedeutung der Handlung.
Generell wird das zusammengesetzte Präteritum für Handlungen benutzt die direkt vor dem Zeitpunkt liegen, an dem von ihnen gesprochen wird. (“He comprado patatas” – ich habe Kartoffeln gekauft – und nicht “compré patatas” – ich kaufte Kartoffeln).
Wie schon gesagt gibt es auf der iberischen Halbinsel Regionen die dem Präteritum perfekt der Vorzug vor dem zusammengesetzte Präteritum geben.
4. Adverben und zeitliche Verbformen
Normalerweise wird das zusammengesetzte Präteritum mit Adverben benutzt wie etwa "hoy” - heute, “esta mañana”- heute Morgen, “a la tarde – am Nachmittag, z.B.:
- Hoy he ido al supermercado- Heute bin ich zum Supermarkt gegangen
- Esta tarde he visto a mi hermana – Heute Nachmittag habe ich meine Schwester gesehen
- A la tarde has estado en el bar- nachmittags war ich in der Kneipe.
Das Präteritum perfekt wird mit Adverben benutzt wie etwa “ayer”- gestern “antes de ayer”, vorgestern “el otro día” vor ein paar Tagen, “el año pasado” letztes Jahr,etc. z.B:
- Ayer fui al supermercado – Gestern ging ich in der Supermarkt
- Antes de ayer vi a mi hermana – Vorgestern sah ich meine Schwester
- El otro día estuviste en el bar – Neulich war ich in der Kneipe
Abgesehen von den Satzzeichen von denen wir in "Satzzeichen I" sprachen, gibt es weitere von denen wir in diesem Artikel schreiben:
1. Die Regeln der Auslassungspunkte
Die Auslassungspunkte werden in verschiedenen Fällen benutzt:
In einer Aufreihung wo die Auslassungspunkte austauschbar mit etc. ist
- En el parque hay árboles, estanques, niños… (Im Park gibt es Bäume, Seen und Kinder)
Wenn wir den Satz nicht beenden da der Zuhörer ihn beenden kann:
- Ande yo caliente…(ríase la gente) (Ein Teil eines bekannten spanischen Gedichts)
Um Unsicherheit auszudrücken:
- Quería preguntarte… (Ich wollte fragen...)
Um den Gebrauch von Schimpfwörtern zu vermeiden:
- Vete a la m…, esta vez te has pasado.
Um Spannung zu vermitteln:
- De pronto se oyó un ruido y … (Plötzlich hörte ich ein Gereusch und...)
2. Die Regeln des Halbgeviertstrich (–)
Der Halbgeviertstrich (–) wird unter verschiedenen Bedingungen benutzt. RAE zufolge kann der Halbgeviertstrich (–) Namen und Adjektive verbinden.
I. Im Fall von Namen:
Bei zwei Vornamen um sie vom Nachnamen zu unterscheiden:
- Antonio – Marcos
Um eine Verbindung zwischen zwei Begriffen zu schaffen:
- Hubo un acuerdo franco – español (Es gab eine franko-spanische Vereinbarung)
II. Im Falle von Begriffen:
Um eine Verbindung von Konzepten herzustellen: (kilómetros-hora – Stundenkilometer) oder (conversaciones Gobierno-sindicatos – Unterredunggen zwischen Regierung und Gewerkschaften)
Para establecer relaciones entre conceptos, que pueden ser fijas (kilómetros-hora), o bien circunstanciales (conversaciones Gobierno-sindicatos).
Um zwei Substantive zu verbinden:
- El director –coordinador de la cadena… (Der Direktor-Koordinador…)
III. Wenn es sich um Adjektive handelt:
Bei Nationen
- Las relaciones germano –francesas (Franko-germanischen Beziehungen)
Wenn es sich um ein Substantiv und zwei beschreibende Adjektive handelt:
- Son clases teórico – prácticas (Der Unterricht ist Theorie & Praxis)
IV. Der Halbgeviertstrich wird auch in anderen Fällen benutzt:z.B.
Um Daten zu Verbinden:
- Guerra Civil (1936 – 1939)
Um Wörter am Zeilenende zu trennen:
- Ca-sa, me-sa…
Hierbei sollte man auf die Trennungregeln achten, z. B:
- Ein Vokal darf niemals allein am Zeilenende stehen (ami-go, nicht a-migo),
- "ll”, “rr” y “ch” dürfen nie getrennt werden, (po- llo, nicht pol – lo).
- Einsilbige Wörter und Abkürzungen werden nicht getrennt (sí, nicht s-í).
3. Die Regeln der Klammern.
Die Klammern werden in folgenden Fällen benutzt:
Um eine Beschreibung in einen Satz einzufügen:
- Mis amigos (Ángel y Gloria) vienen esta tarde a casa. (Meine Freunde (Ángel und Gloria) kommen am Nachmittag)
Um ein Datum, Zeitenzahl oder Provinz beizufügen
- Todos los niños vinieron de Madrid (España)
- Esta poesía se puede leer en Quevedo (página 40)
Bei Theaterstücken werden die Handlungen beschrieben (RAE):
- «Bernarda. (Golpeando con el bastón en el suelo). ¡No os hagáis ilusiones de que vais a poder conmigo!» (GaLorca Bernarda [Esp. 1936]).
Um ausländische Texte zu übersetzen:
- Hay que tener en cuenta el “Carpe diem” (vive el momento) (lebe den Moment)
4. Regeln der Anführungszeichen:
Anführungszeichen werden benutzt um:
Zitate wieder zu geben:
- Mi hermana dijo: “Mañana nos vemos” (Meine Schwester sagte "Morgen sehen wir uns")
Um Titel von Büchern, Artikeln und Kunstwerken zu bezeichnen:
- Valle – Inclán escribió “El tragaluz”. (Valle - Inclán schrieb "El tragaluz)
Um in literarischen Werken nicht gesprochene Gedanken auszudrücken:
- «“¡Hasta en latín sabía maldecir el pillastre!”, pensó el padre» (RAE)
Um ein Wort zu zeichnen das vulgär oder aus einer anderen Sprache stammt:
- Dijo que el restaurante era muy “chic”. (Sagte, dass das Restaurant sehr "chic" war)
Anführungszeichen werden benutzt um einem Word besondere Bedeutung zu geben:
- La palabra restaurante proviene del francés “restaurant” que significa “restaurativo”. (Das Wort restaurante kommst aus dem französischen "restaurant" und bedeutet "restaurativo)
In der spanischen Grammatik gibt es verschiedene Zeichen die den Sinn eines Satzes verändern können, ähnlich wie eine unterschiedliche Betonung andere Inhalte vermittelt. Es gibt verschiedene Satzzeichen, unter anderem Punkt, Komma, Doppelpunkt, Semikolon.
1. Regeln für die Punktsetzung:
Der Punkt setzt eine Ende an eine Handlung die sich selbst erklärt:
- “Cuando fui a la playa me bañé en el mar.” (Als ich an den Strand ging habe ich gebadet).
Im gleichen Absatz wird der Punkt benutzt um zwei inhaltlich verbundene Sätze zu verbinden:
- “Cuando fui a la playa me bañé en el mar. El agua estaba muy fría.” (Als ich an den Strand ging habe ich gebadet. Das Wasser war sehr kalt).
Der Punkt schließt auch einen thematisch zusammenhängenden Absatz. Ein neuer Absatz formuliert danach einen neuen Zusammenhang.
- “Cuando fui a la playa me bañé en el mar. El agua estaba muy fría.
Más tarde, cuando vino mi amiga nos fuimos a comer un helado al bar.” (Als ich an den Strand ging habe ich gebadet. Das Wasse war sehr kalt.
Danach ging ich mit meiner Freundin ein Eis Essen).
Punto final: Sirve para poner fin a la comunicación.
- Cuando fui a la playa me bañé en el bar. El agua estaba muy fría´, pero me lo pasé muy bien.
2. Regeln für die Kommasetzung:
Es gibt allgemeine Regeln der Kommasetzung:
- Um den Vokativ in einem Satz zu isolieren: "Luchad, niños, hasta ganar" (Kämpft, Kinder, bis ihr gewinnt)
- Um verschiedene Wörter aufzulisten: " La gula, la lujuria, la ira, son pecados capitales." (Die Völlerei, die Zügellosigkeit, der Zorn sind schwere Sünden).
- Um kurze verständliche Sätze zu verbinden:" Llegué, comí, me marché". (Ich kam an, ass, und ging)
- Um eine Klarstellung in einem Satz zu geben: "El niño, que tenía el pelo negro, tocaba la guitarra". (Das Kind, mit schwarzen Haaren, spielte die Gitarre)
- Um Wortteile wie "es decir”, “por último”, “esto es” zu isolieren, … " Por último, me metí a la cama" (Zum Schluss ging ich ins Bett)
- Um zu zeigen das ein Verb fehlt: " Unos van al cine; otros a la playa". (Einige gehen ins Kino, andere zum Strand).
Die spanische Sprachakademie gibt noch andere Beispiele:
- Interjectionen die zwischen Kommas stehen: "Bah, no me interesa". (Ach, das interessiert mich nicht).
- Kommas werden vor Konjunktiven wie "pero”, “aunque”, “sino”, “con que”, “así que”, “de manera que”… benutzt: "Dijiste que venías, así que no digas ahora que no".
- Das Word etcétera, oder seine Abkürzung, werden mit Kommas vom Rest der Aussage getrennt: "Los helados de vainilla, chocolate, etcétera, me encantan".
- Das Komma wird nicht in Verbindung von y, e, ni, o, u benutzt, wenn die zu separierenden Wörter in einer Serie stehen: "Compré pan, tomate, y sal" ( Ich kaufte Brot, Tomate und Slatz).
- Allerdings ist ein Komma vor y, e, ni, o, u erlaubt so lange der angeschlossene Satz einen neuen Inhalt vermittelt: "Compré pan, tomate, sal, y salí de la tienda". (Ich kaufte Brot, Tomate und Slatz, und ging von dem Geschäft hinaus).
- Kommas sind in zwei Situationen sinnvoll in verbundenen Sätzen: Länge und Inhalt. Kommas werden in nicht definierbaren Sätzen benutzt: (“Los aviones, que estaban averiados, no pudieron despegar” während definierbare Aussagen niemals ein Komma benutzen. (“Los aviones que estaban averiados no pudieron despegar.”)
Mehr Information zur Kommasetzung kann man bei http://buscon.rae.es/dpdI/SrvltConsulta?lema=coma finden.
3. Regeln der Doppelpunktsetzung
Die Doppelpunktsetzung hat verschiedene Regeln:
- Vor einer direkten Aussage: "El niño dijo: " Quiero ir a los columpios"
- Einer Aufstellung: "Hace falta: manzanas, peras, alubias y tomates".
- Bei einer Klarstellung: "Era una casa enorme: tenía dos balcones, un jardín, una piscina y una chimenea".
4. Regeln der Semikolonsetzung:
Das Semikolon wird in verschiedenen Situationen benutzt:
- Um Sätze zu trennen die Kommas beinhalten: " Llegaron los abuelos, los niños y los padres; se quedaron hasta las siete".
- Bei längeren Sätzen die den Konjunktive “mas”, “pero”, “aunque” beinhalten: "Todo en el mundo es difícil; aunque difícil es nuestro mundo."
- Wenn wir zusammenfassen: " Los gritos, los lloros y los nervios; todo me hace ver que es el primer día de clase."
- Cuando se utiliza para resumir todo lo dicho anteriormente: " Los gritos, los lloros y los nervios; todo me hace ver que es el primer día de clase."
- Bei Nebenanderstellung : " Tendremos que marcharnos; la tienda cierra."
Im folgenden Artikeln werden wir uns weiteren Satzzeichen widmen die in der spanisch Sprache gerbraucht werden.
Die häufigste gebrauchten Verbformen in der spanischen Sprache die Ereignisse in der Vergangenheit auszudrücken (wenn auch nicht die einzigen) sind das Präteritum Perfekt und das Präteritum Imperfekt. Beide Formen beschreiben Aktivitäten in der Vergangenheit ohne eine Verbindung mit der Gegenwart.
Das Präteritum Perfekt, häufig in einer irregulären Konjugation, ( yo fui – Ich ging ; tu hiciste – Du tats) wird besonders für isolierte Aktionen verwendet, Aktionen die ihr Ende in der Tat finden und keine Verbindung mit der Gegenwart haben.
Das Präteritum Imperfekt wird auch für Ereignisse der Vergangenheit benutzt, ( nosotors teniamos – wir hatten; vosotros escuchabais – ihr hörten) aber hier hat die Aktion eine Kontinuität, ohne ihr Ende zu signalisieren. Die in dieser Verbform ausgedrückten Ereignisse fanden während eines längeren Zeitabstandes statt.
Hier zwei Beispiele mit sehr unterschiedlicher Bedeutung:
- “No conocía a nadie en la fiesta”, (Pretérito Imperfecto) lässt erkennen das ich keine Person kannte, als ich auf die Feier kam, während........
- “No conocí a nadie en la fiesta”, (Pretérito Perfecto Simple) bedeutet dass ich niemanden auf der Party kennen gelernt habe.
In anderen Beispielen ist der Unterschied nicht ganz so deutlich:
- “No hice nada malo, ( ich habe nichts angerichtet)" bezieht sich im Präteritum auf eine abgeschlossene Handlung und die Bedeutung liegt im Resultat.
- “No hacía nada malo,” deutet hingegen auf eine, eventuell sogar bis in die Gegenwart reichende Handlung, die sich auf jeden Fall über einen längeren Zeitraum erstreckte. Hier ist das Interesse weniger im Resultat als im Verlauf zu finden.
Die Benutzung dieser Verbformen ist in allen spanisch sprechenden Ländern ähnlich, und obwohl diese klaren Regeln folgen ist es von Vorteil sich auf zeitliche Zusätze zu konzentrieren die zur Bestimmung hilfreich sind:
Beim Präteritum Perfekt: “ayer” - gestern, “anoche”- letzte Nacht, “el año pasado" - letztes Jahr, “hace mucho”- vor einiger Zeit…
Beim Präteritum Imperfekt “(casi) siempre”- fast immer, “normalmente"- normalerweise, “cuando era pequeño/-a” – als ich klein war, “a veces" - manchmal…
Wenn wir Geschichten erzählen verbinden wir oft beide Zeiten, wobei das Präteritum Perfekt die Handlung als solche, das Präteritum Imperfekt den zeitlichen Zusammenhang beschreibt. In der journalistischen Sprache wird oft der Präteritum Perfekt Compuesto benutzt der die Relevanz einer Handlung in der Vergangenheit auf die Gegenwart darlegt.
- “El accidente ocurrió cuando se dirigía de vuelta a casa.” Der Unfall passierte als er sich auf dem Weg nach hause befand
- “El accidente se ha producido mientras conducía de vuelta a casa.” Der Unfall geschah während er nach hause fuhr.
In der spanischen Sprache, ist die geschlechtliche Bestimmung der Substantive, ähnlich wie in anderen indo-germanischen Sprachen, mit der Ausnahme der englischen Sprache, reiner Zufall.
Konzepte, die bewegliche Dinge beschreiben, folgen normalerweise dem jeweiligen Geschlecht, obwohl bei vielen Tierarten das weibliche Geschlecht die beide Geschlechter benennt: mosca ( Fliege), araña ( Spinne), culebra ( Schlange), pantera ( Panter) ballena (Waal), cebra (Zebra), jiraffa (Giraffe).....
Unbewegliche Dinge werden entweder dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet. Diese Zuordnung ist der Beweis der Zufälligkeit, da es keinen Grund dafür gibt: cajón ( Schublade) als männlich, torre (Turm) aber als weiblich zu katalogisieren. Es gibt viele Beispiele des selben Konzepts in verschiedenen Sprachen. Mond ( la luna) ist männlich in der deutschen Sprache, Schmerz (el dolor) ist feminin in der französischen Sprache, Blut ( la sangre) ist weiblich in der italienischen Sprache....
Die Geschlechtsbestimmung ist von grammatikalischer Bedeutung da die Substantive selbstverständlich mit Adjektiven und Pronomen in Verbindung stehen.
Wenn wir uns auf diese konzentrieren, sind natürlich feste Regeln im Spiel die das Geschlecht bestimmen
Beispielsweise sind typische männliche Wortendungen:
- -o Ej.: el amigo (Freund), el perro (Hund), el libro (Buch), el viento (Wind)
- -or Ej.: el amor (Liebe), el calor (Hitze), el color (Farbe), el sabor (Geschmack), allerdings, la flor (Blume)
- -aje Ej.: el coraje (Mut), el viaje (Reise).
- -an Ej.: el capitán (Kapitän)
Es gibt allerdings auch viele männliche Substantive die mit –a enden: el poeta (Dichter), el tema (Thema), el problema (Problem), el día (Tag), el mapa (Landkarte)…
Beispielsweise sind typische weibliche Wortendungen:
- -a Ej.: la vena (Ader), la casa (Haus), la mesa (Tisch), la corbata (Schlips)
- -dad, -tad y -ed Ej.: la sinceridad (Aufrichtigkeit), la mitad (die Hälfte), la red (Netz)
- -ción, -sión, -zón, Ej.: la nación Land), la pasión (Leidenschaft), la razón (Vernuft), (allerdings: el corazón "Herz)
- -dez o –iz Ej.: la honradez (Ehrlichkeit), la nariz( Nase)
Natürlich gibt es auch viele Beispiele von weiblichen Begriffen die mit –o enden: la soprano (Sopran), la radio (Radio), la mano (Hand)
Einige Substative bentuzen beide grammatikalische Geschlechter: el/la atleta (Athlert), el/la policía (Polizei), el/la joven (Junge), el/la modelo (Modell)…
Das Gleich gilt auch für Wörter die mit -ista enden (artista ( Künstler), capitalista (Kapitalist…) oder mit -nte enden(cantante (Sänger, amante (Liebhaber)…)
Bei der Pluralform ist es interessant zu wissen das sich die männliche Form auf beide Geschlechter ausdehnt: el padre (Vater) + la madre(Mutter) = los padres (Eltern).
Kurioserweise begrenzt die Bessenheit unser Politiker, sich politisch korrekt auszudrücken, unseren richtigen Sprachgebrauch: “Españoles y españolas" ( "Spanier / Spanierinnen”), “Ciudadanos y ciudadanas ("Bürger / Bürgerinnen”) “Trabajadores y trabajadores” ("Arbeiter / Arbeiterinnen"), etc.
Obwohl der Augmentativ sehr viel weniger in der spanischen Sprache benutzt wird als der Diminutiv sollte er dennoch erwähnt sein; der Gebrauch des Augmentativs liegt vielleicht daran das Spanischsprecher zur Übertreibung neigen.
Die spanische Sprachakademie beschreibt den Augmentative als ein Wort das durch eine Endsilbe vergrößert wird.
Die Vergrösserungsform wird in der spanischen Sprache durch eine Ergänzungssilbe dargestellt, ähnlich wie der Diminutiv. Haupsächlich werden somit Substantive vergrößert, beispielsweise (“jarra” – “jarrrón”, ‘Vase’) und seltener auch Adjektive, wie (“guapo” – “guapetón”, 'hübsch’).
Die Veränderung des Wortes durch die angehängte Endsilbe drückt nicht immer eine Vergrösserung aus, sondern kann auch eine andere Bedeutung haben. So ist beispielsweise “sillón“ nicht ein großer Stuhl aber ein Sessel. “Cabezón“ oder “cabezota“ kann entweder eine grossen Kopf oder einen Dickkopf beschreiben, aber wir benutzen wohl eher "cabezon" um einen grossen Kopf darzustellen, und "cabezota" als einen Charakterzug. “Colchón“, die Matraze hat wenig zu tun mit “colcha“, die Bettüberdecke; “culebrón“ die Seifenoper hat nichts gemeisam mit der “culebra“ Schlange, und ein “ratón“, die Maus, ist keine große “rata“ , Ratte, sondern das genaue Gegenteil.
Augmentative Endsilben gibt es in verschiedenen Formen:
- Die Endsilbe “-ion“ ist die häufigste Form der Vergrösserung. Entweder vergrößert sie das Objekt oder bemisst größer Bedeutung bei, “viento“, der Wind und “ventarrón“ ein Sturm. Diese Endslibe kann auch als abwertend interpretiert werden, wie etwa “barrigon“ , dickbäuchig oder “narigón“, dicknasig.
- Die Endsilbe “-ote“: wird häufig benutzt, “macho” (‘männlich’) – “machote”.
- Die Endsilben “ –azo -aza, -tazo, -taza“ werden zur Vergrösserung des Objekt oder der Bedeutung benutzt: “golpe”(‘Hieb’)-“golpazo” (‘starker Schlag’); “barca” (‘Boot’) - “barcaza”; (‘Barkasse’) “überdrüssig” -“hartazo”… . Oft hat diese Endung auch eine abwertende Bedeutung, die immer im Plural benutzt wird, wie “calzonazos” (Pantoffelheld), “manazas” (ein ungeschickter Mensch) ...
Oft werden durch die Beifügung von Endsilben an Substantive deren Eigenschaften beschrieben: Ein “escobazo” ist ein Schlag mit einem Besen (“escoba”); wir können auch andere Waffen benutzen, wie beispielsweise Absätze (“taconazo”), ‘Hände’ (“manotazo”), ‘Fäuste’ (“puñetazo”), ‘Handschuhe’ (“guantazo”), ‘Taschenmesser’ (“navajazo”)…
Es gibt noch andere Endungssilben : "-acho" / "- acha" (“ricacho” – ‘übel reich’), "- rron "/"- rrona" (“nubarrón” – ‘bedrohende Wolke’), "-icon "/" – icon” (“bobalicón” – ‘Erzdumm’) , "- etón "/"-etona " (“guapetón” – hübsch), "-ton” / "- tona" (“bigotón” – ‘mit großem Schnauzbart) (Wikipedia)
Nach der Definition der spanischen Sprachakademie (RAE) werden Wörtern Silben angehängt die eine Verkleinerung des Objekts bedeuten, beispielsweise: "piedrecita! ('Steinchen') oder eine Gemütsäusserung: "Vaya nochecita" ('Was für eine schreckliche Nacht').
Obwohl die Benutzung des Diminutivs meist mit Kindern verbunden ist, wird es auch häufig in der Sprache von Frauen benutzt. Auch Männer benutzen Diminutive, vielleicht nicht im Gespräch mit anderen Männern aber im Dialog mit Frauen und Kindern.
Der Zusatz einer Verkleinerungssilbe, nach Einschätzung der spanischen Sprachakademie, beschreibt das Objekt als etwas besonders kleines, wie beispielsweise "panecillo" ('ein Brötchen oder kleines Brot') oder "cucharilla" ('Teelöffel oder kleiner Löffel'). Auf der anderen Seite kann der Diminutiv auch keinen direkten Bezug zur Größe haben wie etwa:
- chiquirritín (kleiner)
- pobrete (Armer Teufel))
- fresquito (angenehm und frisch)
- viejecito (ein lieber alter Mann)
- sentadito (vorsichtig sitzen)
In einigen Fällen bringt die Verkleinerungsform auch einen neuen Wortsinn mit sich:
- silla (Stuhl) - sillín (Sattel)
- bolsa/bolso (Handtasche) - bolsillo (Hosentasche)
- paso (Stufe) - pasillo (Gang)
- lentes (Brille) - lentillas (Kontaktlinsen)
- espina (Dorn/Gräte) -espinilla (Pickel)
In der spanischen Sprache gibt es viele Verkleinerungsformen die durch eine anhängende Silbe geformt werden; die jeweilige Benutzung hängt vom Wort sowie vom Dialekt ab. Meistens werde die Silben des Diminutivies an ein Substantive angehängt, aber es gibt auch Adjektive (“pequeñín” – ‘sehr klein’) und in selten Fällen auch Adverben wie beispielsweise (“ahorita” – ‘sofort’).
Die häufigsten Verkleinerungssilben in der spanischen Sprache sind:
- -ito, -ita (y sus variantes –cito, - ecito, -ecita).
- -ico, -ica
- -illo, -illa
- -ete, -eta
- - in, -ina
- -uco, -uca
1) –ito, -ita: Dies ist die häufigste spanische Verkleinerungssilbe z.B: pequeñito, pequeñita (Kleiner). Diese Verkleinerunsform hat noch andere Variaten -cito (“jardincito”- ‘kleiner Garten’ anstatt von “jardinito”), –ecito, -ecita (“lucecita” – ‘Lichtlein’ anstatt von “lucita”).
2) –ico, -ica: Diese Diminutivsilbe wird im östlichen Andalusien, La Mancha, Aragon, Navarra, Murcia und dem westlichen Valencia benutzt.z.B: "perrico" ('Hündlein'), "ratico" ('ein kurze Zeit').
3) –illo, -illa: wird sehr häufig in Andalusien gebraucht
4) –ete,-eta: ist im häufigen Gebrauch in Asturias, Extremadura, Nord Kastilien, Andalusien und La Mancha: "amiguete" ('Kumpel').
5) –in, -ina: typisch in Asturias, Extremadura, Nord Kastilien und West-Andalucien: "pelín" ('ein bisschen'). Es wird manchmal anderen Diminutiven angehängt wie etwa "poco" - "poquito" - "poquitín" (‘ein wenig’)
6) –uco, -uca: Cantabria ist die Region wo diese Silben häufig benutzt werden: "playa" - "playuca" (‘kleiner Strand’) "casa" - "casuca" (‘Häuschen’)
In der spanischen Sprache, ähnlich wie in anderen Sprachen, gibt es Wörter die sprachlich identisch sind aber verschiedene Bedeutung haben jedoch auf einem gemeinsamen semantischen Zusammenhang beruhen.
Das Wort Polysem bildet sich aus griechisch poly „viel“ und sema „Zeichen“.
Folgend einige Beispiele:
- Sirena (Sirene): Vom lateinischen Siren; es kann eine Meerjungfrau oder aber eine akkustische Warnsignal sein.
- Banco (Bank) (Fran. Bank): Kann eine Sitzbank , ein Geldinstitut oder eine Sandbank sein.
- Copa (Glas) (Lat. Cuppa): Kann ein Glas sein, die Spitze von einem Baum...sein
- Sierra (Säge): (Lat. Serra): Kann eine Säge oder eine Bergkette sein.
- Cola (Schwanz) (Lat. Coda):Kann einen Schwanz oder eine Menschenschlange sein.
In der spanischen Sprache werden auch Polysemien verwendet die ihre Bedeutung im anderen Geschlecht verändern:
- El capital (Geld) -- La capital (Hauptstadt).
- El cura (Priester) – La cura (Heilung).
- El cometa (Komet) – La cometa (Drachen).
Ein anderes Phenomen sind Homonymien. Ein Homonym ist ein Wort das genauso ausgesprochen und geschrieben wird wie ein anderes, also den gleichen Wortkörper hat aber eine unterschiedliche Bedeutung hat.
Ein klares Beispiel ist das Wort vino:
- `Vino´ ist der Imperfekt von dem spanischen Verb, venir, und bedeutet dass er oder sie kam, oder ist die Übersetzung von Wort Wein (vom lateinischen "vinum").
Wir unterscheiden auch zwischen Homophon und Homograph;
- Ein Homograh ist ein Homonym das die gleiche Schreibweise benutzt, wie beispielsweise : vino.
- Ein Homophon ist ein Homonym das die gleiche Aussprache allerdings eine andere Schreibweise hat wie beispielsweise vaca ( Kuh) oder baca (Dachgepäckträger).
Der Unterschied zwischen Polysemie und Homonymie ist oft nicht leicht zu erkennen.
Der etymologische Ursprung eines Wortes erlaubt eine klare Definition: Während Polysemien den gleichen Ursprung haben sind Homonymien unterschiedlicher Herkunft.
Sprichwörter sind kurze, wohlbekannte Sätze die grundsätzliche Weisheiten oder Empfehlungen ausdrücken.
Der Ursprung der Sprichwörter finden wir im Mittelalter, wo diese mündlich und oft von Generation zu Generation vermittelt wurden. Am Anfang waren es Bänkelsänger die diese kurze Form der Vermittlung von Neuigkeiten, Weisheiten und Empfehlungen nutzten, und der Bevölkerung schon bekannte Ereignisse so zusammenfassten.
Dies erklärt auch den Ursprung der sehr beliebten und meist anonymen Sprichwörter, obwohl es auch Sprichwörter gibt die von berühmten Autoren stammen.
Sprichwörter sprechen von allen Lebenslagen: Frauen, Männer, Zeit, Religion, das Leben, etc., und sie werden in praktisch allen Sprachgruppen gebraucht.Viele Sprichwörter sollen die moralischen Werte des Menschen steigern.
Sprichwörter sollen Konzepte in kurzer Form zusammenfassen, zum Beispiel, ein Spatz in der Hand ist besser als zwei auf dem Dach, ( soll heißen: wir sollen nicht zu ehrgeizig sein).
Oft ist die Funktion des Sprichwortes eine Vermittlung von Lebensweisheiten, aus Schaden wird man klug, um die Eigenverantwortung zu verstärken.
Sprichwörter sind so wohlbekannt das wir nur den Anfang aussprechen und der Zuhörer den Satz beendet: Alle Wege führen nach............ Rom.
Obwohl die meisten Sprichwörter der Vox Popoli zugeordnet werden, gibt es auch Sprichwörter berühmter Schriftsteller, wie beispielsweise William Shakespeare, der das englische Sprichwort, “All’s well that ends well” für eines seiner Theaterstücke benutzte. Auch Miguel de Cervantes benutzt Sprichwörter in seinem Don Quixote; Sancho Panza sagt, No es la miel para la boca del asno, der Honig ist nicht für das Maul des Esels bestimmt, um auszudrücken das wunderbare Dinge nicht für das einfache Volk bestimmt sind.
Die jüngere Bevölkerung scheint weniger Sprichwörter zu nutzen, aber auch heute werden Sprichwörter in allen Bevölkerungsschichten benutzt. Kurioserweise werden nicht verändert und werden daher wortgenau von Generation zu Genreration weitergegen.
Hier einige Beispiele:
- Una imagen vale más que mil palabras
- Dios los cría y ellos se juntan.
- El hábito no hace al monje
- No es oro todo lo que reluce.
- A buen hambre no hay pan duro
- Perro ladrador, poco mordedor
- Gato escaldado, del agua fría huye.
- Ojos que no ven corazón que no siente.
- A quien madruga Dios le ayuda
- Allí donde fueres, haz lo que vieres.
Hier in Link zu bekannten spanischen Sprichwörtern: http://listinpoetico.galeon.com/cvitae1007540.html.
Hier gibt es einige Beispiele von Sprichwörter von William Shakespeare